FAQ-Hautunterspritzungen

FAQHäufig gestellte Fragen zum Thema Hautunterspritzungen hat Dr. Kremer für Sie hier zusammengestellt:

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Was kann mit Hautunterspritzungen erreicht werden?

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Das Ziel dieser Behandlungsform ist die Entfernung von Hautfältchen und Konturunebenheiten durch Unterfütterung bzw. sozusagen "Aufpolsterung" der Haut. Dadurch können natürliche Konturen wiederhergestellt werden und ein jugendlicheres Aussehen erreicht werden.

Für Unterspritzung finden eine Reihe unterschiedlicher Substanzen Anwendung, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Die derzeit am häufigsten verwendeten Substanzen sind unten aufgeführt. Man unterscheidet zwischen auflösbaren ("resorbierbaren") und dauerhaften ("nicht-resorbierbaren" oder permanenten) Substanzen.

Auflösbare Substanzen:

Hyaluronsäure ist eine biotechnisch hergestellte, gelatineartige Substanz aus Hahnenkämmen, die nach heutigem Wissen keine Allergien oder sonstige Abstoßungsreaktionen auslösen kann. Hyaluronsäure mit einer kleinen Nadel in die Haut eingespritzt. Weil der Körper langsam die Hyaluronsäure abbaut, halten die Resultate im allgemeinen zwischen fünf und sechs Monaten. Das Verfahren kann je nach Bedarf wiederholt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen soll der Körper durch die Behandlung zur Produktion eigener Hyaluronsäure angeregt werden.

Kollagen aus behandelter Rinder-Haut wird für Kollagenunterspritzungen verwendet um die Lippen vorübergehend zu vergrößern. Obgleich es gereinigt wird, kann dieses Kollagen allergische Reaktionen in einigen Patienten verursachen. Aus diesem Grund sollte ein Empfindlichkeits-Test vor der tatsächlichen Lippenkorrektur durchgeführt werden. Durch den Hersteller wird garantiert, dass die Substanz BSE frei ist. Kollagen wird ebenfalls mit einer dünnen Nadel in bzw. unter die Haut bzw. Hautfalten gespritzt. Weil der Körper das Kollagen auch langsam abbaut, halten die Resultate im allgemeinen zwischen sechs und sieben Monaten. Das Verfahren kann je nach Bedarf wiederholt werden. Durch die fehlende Allergiegefahr hat sich Hyaluronsäure gegenüber Kollagen in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Wir verwenden Kollagen daher nur noch auf besonderen Wunsch oder bei ganz speziellen Situationen, es ist faktisch "out".

Eigenfett-Unterspritzungen werden mit speziellen, sog. "Coleman"-Nadeln vorgenommen, die deutlich dicker sind als Einmal-Injektionsnadeln. Das verwendete Fett wird von einem anderen Bereich des Körpers entnommen - häufig vom Bauch, der Taillenregion oder den Oberschenkeln - und wird gereinigt, bevor es unter die Haut gespritzt wird. Feine oberflächliche Fältchen können nicht mit Eigenfett direkt unterspritzt werden, da Eigenfett anders als Hyaluronsäure oder Kollagen nicht in die Ober- oder Lederhaut, sondern unter die Haut ins Fett und Muskelgewebe eingebracht wird. Daher eignet es sich mehr zur Auffüllung größer Unebenheiten oder Regionen mit Gewebeschwund. Prinzipiell kann das Ergebnis einer Eigenfett-Unterspritzung als dauerhaft bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, dass etwa 60-70% der eingespritzten und sehr empfindlichen Fettzellen überleben.  Aus diesem Grund muss bei der Unterspritzung zunächst überkorrigiert werden, um den anzunehmenden Volumenverlust über die ersten Monate zu kompensieren. Aus der Erfahrung von Dr. Michael Kremer können gleich einige Spritzen Eigenfett mehr abgenommen werden und dann für ein paar Monate tief gefroren werden. Nach spätestens einem halben Jahr kann dann das gefrorene Fett aufgetaut und nachgespritzt werden, um kleinere Volumendefizite durch die eingetretene Resorption auszugleichen. Die Fettzellen im gefrorenen Fett sind nicht mehr vital, d.h. nur das enthaltene eigene Kollagen ist für den Volumengewinn verantwortlich. Aus der Erfahrung von Dr. Michael Kremer ist der dann aber gewonnene Volumengewinn über viele Jahre dauerhaft, nur der mit dem Altern verbundene allgemeine Verlust an Bindegewebsvolumen führt dazu, dass weitere Unterspritzungen nach Jahren evtl. wieder gewünscht werden. Insgesamt hängt der Erfolg einer Fettunterspritzung von vielen Faktoren ab, so z.B. von der Durchblutung der behandelten Region (z.B. Gesicht besser als Unterschenkel), Qualität des Gewebes (Falten besser als Narben), Menge des unterspritzten Fetts sowie der Behandlungstechnik.

Lesen Sie mehr zur Eigenfettunterspritzung, auch Lipostructure genannt, hier.

Dauerhafte Substanzen:

Die Industrie "erfindet" ständig "neue" dauerhafte Filler, mit denen jedoch dann immer nur wenig klinische Erfahrungen vorliegen. Dr. Michael Kremer hat sich auf die dauerhafte Unterspritzung von Lippen mit hoch-reinem, CE-zertifizierten Kieselsäureöl (Silikat) spezialisiert, über welches nunmehr klinische Erfahrungen seit über 15 Jahren vorliegen. Insgesamt ist Silikon, d.h. eigentlich das Silikon Polymer Polysiloxane, seit über 40 Jahren erforscht, es gehört mit mehreren 100.000 Behandlungen weltweit zu den am besten untersuchten Füllmaterialien. Es ist eine neutrale Substanz, die weder Allergien noch bösartige Reaktionen im Körper auslöst, auch verbleibt es am Implantationsort, d.h. es wandert nicht im Körper. Beim Unterspritzen werden sog. "Mikro-Implantate" gesetzt, die vom Körper innerhalb von 6-8 Wochen mit körpereigenem Bindegewebe ummantelt werden. Das neu gebildete Gewebe wird von kleinen Blutgefäßen versorgt, danach kommt es zu keiner weiteren Gewebeneubildung. Das Besondere an Dimeticon 350® (früher PMS 350) ist, dass das Volumen, welches benötigt wird, nicht durch das Material selbst entsteht, sondern durch das neue körpereigene Bindegewebe. Daher muss zunächst eine Unterkorrektur angestrebt werden, bis die durch körpereigenes Bindegewebe bedingte Volumenzunahme beendet ist. Dann kann entschieden werden, ob eine weitere Unterspritzung notwendig ist. Das Silikonöl muss ausreichend tief unterspritzt werden, damit keine Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche sichtbar werden. Silikonöl kann wie andere dauerhaft eingespritzte Substanzen nicht wieder entfernt werden, der Volumeneffekt unterliegt aber der natürlichen Alterung des Bindegewebes, so dass auf Dauer evtl. weitere Unterspritzungen gewünscht werden.

Bio-Alcamid® ist eine Substanz, welche zu 97% aus Wasser besteht und mit der eine dauerhafte Volumenvermehrung auch in großem Stil erreicht werden kann. Mehrere groß angelegte, prospektive wissenschaftliche Studien bei an HIV erkrankten Patienten, die unter Medikamenteneinnahme die typischen Hohlwangen ausbilden, konnten mit Erfolg durch Bio-Alcamid einen zufrieden stellenden und dauerhaften Gewebaufbau erreichen. Dr. M. Kremer verwendet diese Substanz seit vielen Jahren vor allem bei Gesichtsasymmetrien im Mittelgesichtsbereich, da hier teilweise so geringe Seitenunterschiede bestehen, welche nicht mit harten Gesichtimplantaten ausgeglichen werden können. Ebenso können Defekte nach z.B. unschönen Fettabsaugungen (Dellen) oder nach Unfällen ausgeglichen werden, vor allem, wenn kein Eigenmaterial (z.B. Fett) vorhanden ist. Das Ergebnis ist praktisch nach einer Behandlung - abgesehen von geringer Schwellung - so, wie es dauerhaft bleibt. Es kann auch wieder abgesaugt werden, sollte der Gewebeaufbau zu große sein, was aber in der Praxis nicht vorkommt und daher eher eine theoretische Möglichkeit ist. Für die Lippen ist Bio-Alcamid aus der Erfahrung von Dr. M. Kremer zu wenig weich, weshalb hier PMS Silikonöl (s.o.) empfohlen wird.

Kunststofffäden: Eine dauerhafte Methode zur Faltenunterfütterung, die jedoch reversibel ist, ist das Einziehen von weichen Kunststofffäden aus PTFE (Avanta™, SoftForm™, Goretex™). Dies Materialien werden meist in örtlicher Betäubung unter die Haut eingezogen, dazu werden meist nur zwei kleine Schnitte benötigt. Das Material wird dann in die Form eines kleinen Schlauches gebracht und mit einer speziellen Nadel eingesetzt. Das Material bleibt unverändert ortständig, weil sich Narbengewebe um das Material herum bildet. Dies ermöglicht auch eine leichte Entfernbarkeit, falls dies später einmal erwünscht sein sollte oder falls eine Infektion auftritt, was in 2-5% passieren kann und dann eher in den ersten Wochen nach der Behandlung auftritt.

Anmerkung: Dr. Michael Kremer hat eine Unterspritzung mit den Mitteln Dermalife und Artecoll immer schon abgelehnt, da er regelmäßig Patienten in seiner Sprechstunde sieht, die nicht mehr wieder gut zu machende Fremdkörperreaktionen durchgemacht haben, die mit Verdickungen und Verfärbungen der Haut einhergehen. Diese sehr unschönen Folgezustände sind leider nur mit operativen Ausschneidungen dieser entstellten Bereiche möglich, was zu dauerhaften Narben führt. Interessanterweise bevorzugen Patienten, die das durchgemacht haben, lieber feine Operationsnarben als die über lange Zeit gehabten wulstigen Hautverdickungen, welche auf eine Fremdkörperreaktion mit den nicht abbaubaren, in Dermalife und Artecoll enthaltenen Kügelchen zurückzuführen sind. Dermalife ist nach unserem Wissen bereits vom Markt genommen worden.

Die Entscheidung, welches Material verwendet werden soll, ist also recht komplex und wird von Dr. Michael Kremer nach einer genauen Untersuchung im Detail mit ihnen abgestimmt werden.

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Was geschieht bei der persönlichen Beratung?

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Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit mit Dr. Kremer über die Änderungen zu sprechen, die Sie an Ihrem Aussehen gerne vornehmen lassen möchten. Dr. Kremer wird Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten, die Verfahren und die dafür notwendige Betäubungsform sowie die jeweiligen Risiken und Grenzen erklären.

Stellen Sie bitte alle Fragen, die Sie zu dieser Behandlungsform haben. Anhand dieser Informationen können Sie sich dann weitere Gedanken machen und eine Entscheidung treffen.

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Wo werden Hautunterspritzungen durchgeführt?

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Hautunterspritzungs-Behandlungen werden zumeist ambulant in der Praxis in örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei ausgedehnten Behandlungen oder beispielsweise großen Eigenfettbehandlungen im Gesicht ist meist eine Vollnarkose oder ein Dämmerschlaf unter Leitung eines Narkosearztes empfehlenswert.

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Wie werden Hautunterspritzungen durchgeführt?

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Unterspritzungen werden meist zwischen die Lederhaut- und Fettschicht der Haut gemacht. Die Substanz, für die Sie und Dr. Kremer sich entschieden haben, wird zunächst in eine Spritze aufgezogen. Eine dünne Hautnadel wird dann unter der Haut platziert und das Material wird entlang der entsprechenden Hautfalte, Narbe oder des eingezogenen Hautareals eingespritzt. Das eingebrachte Material unterfüttert und strafft die Haut und verbessert dadurch die Hautkontur. Eigenfett wird in der Regel in das Unterhautfettgewebe und angrenzende Muskelgewebe gespritzt.