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Dr. Kremer & Team

Fett-Weg-Spritze | Lipolyse in München

Fett-Weg-Spritze (Lipolyse, Lipostabil®) MünchenWas ist die "Fett-Weg-Spritze"?

„Fettweg-Spritze“ ist die laienhafte Bezeichnung für „Lipolyse“, d.h Fettauflösung. Hierbei wird auf biochemischem Weg Fett durch Einspritzen einer Substanz in Fettdepots aufgelöst. Zur Lipolyse wird ein Medikament verwendet, welches aus Sojabohnen gewonnen wird und sog. Phospholipide (genauer: 93% 3-sn-Phosphatidyl-Cholin) sowie Desoxycholsäure enthält. Diese Wirkstoffkombination war bis 2010 auf dem deutschen Markt als Lipostabil™ erhältlich und wurde bei intravenöser Gabe zur Vorbeugung und Behandlung von Fettembolien verwendet. Der Hersteller, die Firma Klosterfrau hat die Zulassung von Lipostabil zum Ende 2010 auslaufen lassen und an die Firma BAYER veräußert, die aktuell eine prospektive Studie beim Doppelkinn durchgeführt hat und das Medikament demnächst auf den Markt bringen wird. Es ist schlichtweg falsch, dass das Medikament vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) "vom Markt genommen wurde". Wir verwenden zur Lipolyse die o.g. und von einer Spezial-Apotheke hergestellte Wirkstoffkombination, denn Medikamente können zwar industriell hergestellt werden, aber auch in einer Apotheke.

Wann ist die Fett-Weg-Spritze sinnvoll?

Auch normgewichtige Menschen haben gewisse Problemzonen, an welchen sich trotz Sport und gesunder Ernährung diätresistente Fettpölsterchen bilden. Größere Fettansammlungen lassen sich auch heute noch am besten durch eine Fettabsaugung (Liposuction) beseitigen. Die Fett-Weg-Spritze eignet sich demgegenüber vor allem für kleinere Fettdepots, z.B. im Gesicht (Doppelkinn). Die Spritze ist nicht dazu geeignet, Gewicht zu verlieren. Die Behandlung eignet sich also am besten für normgewichtigen Menschen mit Problemzonen.

 

FAQHäufig gestellte Fragen zum Thema Fett-Weg-Spritze (Lipolyse) hat Dr. Kremer aus München für Sie hier zusammengestellt:




Wie wirkt die Fett-Weg-Spritze?

Um Phophatidylcholin überhaupt einspritzen zu können, wird es mit der Gallensäure Desoxycholsäure versetzt. Desoxycholsäure ist ein oberflächenaktives Detergentium, ähnlich wie es on Waschmitteln zum Auflösen von Schmutz Detergentien gibt. Wenn man die beiden Substanzen direkt ins Fettgewebe spritzt, so löst sich die Doppelmembran der Fettzellen auf. Fettsäuren werden von Phosphatidylcholin gebunden und aus der Fettzelle abttansportiert. Es entstehen kleine Fetttropfen. welche weiter durch das Enzym Lipase weiter in so genannte Monoglyzeride aufgespalten werden. Das gute HDL-Cholesterin transportiert die aufgespaltenen Fette dann in die Leber, wo sie wie anderes Fett aus der Nahrung verstoffwechselt werden. Der Abbauprozess von Fett aus mit der Fett-weg-Spritze behandeltem Fett entspricht also natürlichen Vorgängen der Fettverstoffwechselung.

Was ist Phosphatidyl-Cholin (PC)?

Phosphatidylcholin ist der Wirkstoff von Lipostabil™ Es ist ein Lecithin mit zwei ungesättigten Fettsäureketten. Dieses Medikament wird aus Sojabohnen hergestellt. Die Zusammensetzung von Soja-Phosphatidylcholin ist zu etwa 15% Palmitinsäure, 5% Stearinsäure, 10% Ölsäure, 65% Linolsäure und 5% Linolensäure. Phosphatidylcholin kommt in den Zellmembranen der meisten pflanzlichen und tierischen Organismen vor.

Wofür ist Lipostabil™ als Medikament offiziell zugelassen?

Lipostabil™ wurde zum Schutz vor und zur Behandlung von Fettembolien entwickelt. Hiefür ist es in Deutschland und der EU als Medikament zugelassen. Bei dieser Anwendung wird Lipostabil™ per Infusion direkt über einen Venentropf in den Körper gebracht, um schnell Fettembolien, also Fetttröpchen, die die Adern verstopfen, auszulösen. Lipostabil™ hat jedoch keine Zulassung zur Behandlung von Fettdepots etc..

Die Anwendung für diese Zweck muss daher im sogenannten "off label use" erfolgen, d.h. die Anwendung des für die Behandlung von Fettembolien als sicher befundenen Medikaments kann mit Zustimmung eines Patienten nach genauer Aufklärung erfolgen. Es ist aus Erfahrung nicht zu erwarten, dass der Hersteller sich die Mühe macht, klinische Studien zum Wirksamkeitsnachweis für die Entfernung von Fettdepots machen wird, denn solche Studien sind aufwändig und teuer und Lipostabil™ findet auch so reißenden Absatz.

Wer hat die Fett-weg-spritze entwickelt?

1988 berichtete der italienische Arzt Dr. Maggiore über die Auflösung von Fettansammlungen in der Unterlidhaut (Xanthelasmen) mit Lipostabil. Mitte der 90iger Jahre behandelte die brasilianische Ärztin Dr. Rittes ästhetisch störende Fettpölsterchen durch Einspritzen von Phosphatidylcholin. In Südamerika ist diese Behandlung relativ weit verbreitet, in Europa konnte sie sich lange nicht durchsetzen, da es an wissenschaftlichen Veröffentlichungen fehlte, welche eine Wirksamkeit in Europa mehr und mehr bekannt. 2003 wurde das "Netzwerk Lipolyse" gegründet, in welchem sich europäische Ärzte mit ihre Erfahrungen austauschen.

Kann eine Lipoyse eine Fettabsaugung ersetzen?

Wenn nur kleinere Fettdepots behandelt werden brauchen, kann eine bis mehrere Lipolyse-Behandlungen evtl. eine Fettabsaugung ersetzen. Wenn viele und große Fettdepots trotz strikter Diät und Sport bei Ihnen fortbestehen, wird mit einer Fettabsaugung wahrscheinlich schneller und gezielter das von Ihnen gewünschte Ergebnis erzielt werden können! Wenn gar überschüssige Haut besteht oder durch Fettentfernung auftritt, isgt evtl. sogar eine Hautstraffungsoperation notwendig.

Es ist die Aufgaben von unserem ärztlichen Leiter, Dr. Michael A. Kremer, Sie genau zu untersuchen und Ihnen die für Sie am besten geeignete Behandlung anzuraten. Es gibt auch Patienten, bei denen eine Kombination beider Behandlungen der beste Weg zum Ziel ist!

Beachten Sie bitte: Ärzte, die nicht plastisch-chirurgisch ausgebildet sind, können evtl. weder eine Fettabsaugung noch eine Hautstraffungsoperation anbieten. Aus diesem Grund kann möglicher Weise die Beratung hin zur "Fett-Weg-Spritze" einseitig und nicht umfassend genug sein und daher evtl. auch nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden!

Wie läuft die Behandlung ab?

Eine Behandlung dauert ca. 15 -30 Minuten und wird ambulant in der Praxis ohne erforderliche Betäubung durchgeführt. Die Medikamentenmischung wird mit einer feinen, sog. Diabetikernadel (30G) in die zu behandelnden Fettpolster gleichmäßig eingespritzt. Die Schwellung und evtl. leichte Druckschmerzhaftigkeit klingen nach einigen Stunden bis Tagen ab. Nach etwa 2-4 Wochen bemerken die meisten Patienten den ersten Erfolg. Nach etwa 8 Wochen wird die Behandlung erneut durchgeführt, wenn eine weitere Fettgewebsreduktion gewünscht wird.

Wie oft wird behandelt?

Im Allgemeinen wird eine evtl. erforderliche 2. Behandlung frühestens nach 2 Monaten durchgeführt, da der Fettabbau so lange dauern kann. Für ein optimales Ergebnis kann die Behandlung je nach Körperstelle und Menge des auszulösenden Fetts mehrfach wiederholt werden, evtl. reicht aber auch eine Behandlung. Der behandelnde Arzt kann jedoch den Erfolg nach einer oder mehreren Behandlungen nicht garantieren, da der Erfolg durch individuelle Faktoren wie z.B. Stabilität der Fettzellen beeinflusst wird.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Einstiche sind vergleichbar mit denen bei einer Botox-Spritze und sind in der Regel gut auszuhalten, insbesondere da viele der zu behandelnden Stellen am Körperstamm oder den Extremitäten weniger sensibel sind als z.B. das Gesicht, wo Botoxspritzen gegeben werden. Schwellungen und Rötungen an den Einstichstellen entstehen bei den meisten Patienten, lassen aber nach wenigen Tagen nach. Sie sind Nachweis dafür, dass sich im Fettgewebe die erwünschten Abbauvorgänge abspielen. Es werden sehr dünne, sog. Diabetikernadeln verwendet, mit denen sonst Insulin eingespritzt wird.

Bei sehr schmerzempfindlichen Patienten kann auf Wunsch eine Hautbetäubung durch die Schmerzcreme EMLA™ erfolgen, die der Patient 2-3 Stunden vor der Behandlung aufbringt.

Wie lange hält das Ergebnis an?

Weil Fettzellen durch die Lipolyse-Behandlung "aufgelöst" sind, können sich in den behandelten Bereiche nicht wieder neue Fettdepots bilden. Es ist jedoch wichtig sich klar zu machen, dass eine Behandlung mit der "Fett-weg-Spritze" nicht verhindert, dass Sie in Zukunft allgemein an Gewicht zunehmen oder sich Fettdepots an anderen Körperstellen ausbilden.

Weil Fettzellen von der behandelten Zone, nicht aber von den angrenzenden Körperzonen entfernt worden sind, kann eine solche Gewichtszunahme evtl. sogar Konturunregelmäßigkeiten verursachen. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihr Gewicht und Ihre Körperform durch angemessene Ernährung und körperliche Übungen konstant zu halten versuchen.

Was sind die ideale Patientenvoraussetzungen?

Ideale Voraussetzungen für eine Lipolysebehandlung bestehen, wenn Sie

  • umschriebene Fettdepots haben, die durch Diät und Sport nicht weg zu bekommen sind
  • keine Voroperationen in der Zone hatten, wo die Behandlung gewünscht wird
  • feste und elastische Haut haben
  • keine häufigen Gewichtsveränderungen durchmachen
  • eine Änderung der Körperform, nicht eine Gewichtsabnahme wollen
  • keine schweren Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Lungen Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen haben
  • psychisch stabil sind
  • Nichtraucher sind
  • gut im Hinblick auf das zu erwartende Ergebnis informiert sind
  • die Grenzen des Machbaren verstehen
  • realistische Erwartungen haben.

Die genannten Kriterien sind nur einige von denen, die Dr. Kremer für seine Entscheidung berücksichtigt, ob eine Lipolyse-Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.

Weitere wichtige Informationen:

Da der normale Alterungsprozess die Festigkeit und Elastizität der Haut beeinflusst, kann bei älteren Patienten zumeist nicht das gleiche Ergebnis wie bei jüngeren Patienten erzielt werden.

Welche Risiken bestehen?

Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt geworden. Da es bei der Behandlung mit Lipostabil™ zur einer Zerstörung von Fettzellen und damit verbundenen entzündlichen (nicht infektiösen!) Vorgängen kommt, sind folgende Nebenwirkungen möglich:

  • Juckreiz, Schmerzen, Rötung und deutliche Schwellung für einige Tage (sehr häufig)
  • nach der Injektion kann es bei einigen Patienten zu Schwindel oder Kreislaufproblemen kommen
  • es können Blutergüsse auftreten
  • ein Sojageschmack kann für einige Tage auftreten
  • es kann zu kleineren Konturunregelmäßigkeiten kommen

Um diese Risiken zu minimieren ist es wichtig, dass Sie alle Anordnungen von Dr. Kremer vor und nach der Operation befolgen.


Ästhetische Plastische Chirurgie München
Dr. med. Michael A. Kremer

Mauerkircherstr. 40
D-81679 München
Tel: +49 (0) 89 - 55 27 450