FAQDie nachfolgenden Fragen von Patienten sind von uns aus Online-Beratungen sowie aus persönlichen Beratungsgesprächen zusammengestellt worden. Sämtliche Fragen sind von Dr. Michael Kremer persönlich beantwortet worden. Die Fragen werden regelmäßig aktualisiert und sollen Ihnen als eine zusätzliche Informationsmöglichkeit dienen. Sollten Sie selbst Fragen zu ästhetisch-plastischen Operationen haben, so klicken Sie bitte rechts auf den Button "Kontakt zu Dr. Kremer".

FAQ: Brustkorrekturen

Ich beabsichtige eine Schönheitsoperation von einem Arzt durchführen zu lassen, der mir zwar sympathisch ist, aber wohl leider nur ein Schönheitschirurg und keine Facharzt für Plastische Chirurgie ist. Ich glaube er ist eigentlich HNO-Arzt oder Frauenarzt. Was meinen Sie dazu?

Antwort von Dr. Kremer:

Ich darf Sie an dieser Stelle, um meinen ärztlichen Kollegen persönlich nicht zu nahe zu treten, auf ein aktuelles Interview des Kölner Patienten-Anwalts Markus Meinecke aus der ZDF-Reportage hinweisen. Er ist Experte auf dem Gebiet der Schönheits-Operationen und sagt u.a. folgendes:

ZDF: Was raten Sie jemandem, der sich zu einer Schönheitsoperation entschließt?

Meinecke: Man sollte sich darüber informieren, ob der Operateur ein Facharzt für Plastische Chirurgie ist. Diese sind für die Eingriffe qualifiziert und beherrschen ihr Fach. Da der Beruf des Schönheitschirurgen nicht geschützt ist, gibt es sehr viele Ärzte sämtlicher Fachrichtungen, die die Eingriffe ebenfalls vornehmen, aber nicht immer qualifiziert sind. Bei diesen Ärzten ist die Gefahr einer verpfuschten Schönheits-OP natürlich höher.

Mehr möchte ich dem nicht hinzu fügen, entscheiden Sie bitte selbst!

Ich surfe viel im Internet und beobachte einige so genannte Patienten-Foren schon seilt längerer Zeit, ohne mich aktiv zu beteiligen. Was halten Sie eigentlich davon?

Antwort von Dr. Kremer:

Danke für diese eher untypische Frage hier, die ich aber gerne beantworte, weil mich auch viele Patienten in meiner Sprechstunde danach fragen.

Prinzipiell finde ich es gut, dass Patienten bzw. solchen, die es werden wollen, eine Möglichkeit haben sich über die selbst gemachten Erfahrungen auszutauschen. Leider ist es meiner Meinung nach aber so - und ich kann mich aufgrund eindeutiger Hinweise nicht des Eindrucks erwehren - dass Foren von manchen, wenn auch wenigen Ärzten, leider gezielt dazu benutzt werden, für sich selbst Werbung zu machen. Dies erkennt man, wenn man ein Forum einmal über einige Tage beobachtet, als halbwegs intelligenter Mensch eigentlich relativ schnell. Es ist schon erstaunlich, welch "fachkundiges" Wissen da mancher pseudonyme "Patient" von sich gibt und wie schnell im fast simultan nachfolgenden Dialog dann gleich wieder der eine oder andere häufig genannte "Spezialist" aus dem Nichts auftaucht.

Meine Empfehlung an Sie wäre, sich mit interessanten Forumsteilnehmern, die konkrete Erfahrungen gemacht haben und nicht Gerüchte oder andere Unwahrheiten verbreiten, per E-Mail direkt persönlich auszutauschen. So erhalten Sie die best mögliche Information. Mich freut es natürlich, dass ich bei Beratungen ab und zu höre, dass über sehr gute Erfahrungen von früheren Patienten von mir berichtet wird, dennoch empfehle ich meinen Patienten sich zum einen nicht verwirren zu lassen und sich von seinem eigenen Gefühl leiten zu lassen.

Weiterhin viel Spaß beim Surfen!

Ich bin erst 24 Jahre alt, habe keine Kinder, aber meine Brust ist durch eine Gewichtsabnahme von ca. 10 kg noch schlaffer geworden. Ich habe mich bei einer Ärztin beraten lassen, die mir sogleich zu einer Bruststraffung geraten hat. Ich finde aber die Narben, die sie mir gezeigt hat, schlimm bis katastrophal, so etwas will ich auf keinen Fall! Ich kann mich doch so niemandem zeigen! Was soll ich machen?

Antwort von Dr. Kremer:

Ihr "Problem" ist mir bestens bekannt, jede Woche stellen sich bei uns junge Damen mit dem gleichen Problem und ähnlichen Erfahrungen wie Sie vor. Dazu kann folgendes gesagt werden. Es gibt Brustformen, bei denen praktisch wirklich nur eine Bruststraffung mit langen Narben, mindestens einer Narbe um den Warzenvorhof und einer vertikalen Narbe nach unter angezeigt bzw. technisch möglich / sinnvoll ist. Grober Anhaltspunkt ist, wie weit die Brustwarze vom Oberrand des Brustbeins entfernt ist und wie "leer" Ihre Brust ist. Da ist zumindest die Theorie und Lehrmeinung.

Man muss dann noch wissen, dass Ärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz - anders als z.B. in England oder den USA - Brüste lieber straffen, d.h. kleiner (und narbiger) machen, als sie z.B. mit Hilfe von Silikonimplantaten zu vergrößern. Ich finde die zweite Methode aus langer Erfahrung vor allem bei jungen Frauen die bessere Methode, da nur eine kleine, meist unsichtbare Narbe in der Unterbrustfalte resultiert. Natürlich müssen die Implantate dann aber eine gewisse Größe haben um eben die "leeren" Brüste auszufüllen, man bekommt also schon deutlich größere (und damit schwerere) Brüste, was andere Nachteile haben kann. Frauen, die das nich wollen, müssen dann Straffungsnarben akzeptieren, denn beides geht nicht!

Junge Frauen akzeptieren eine Vergrößerung aus unserer Erfahrung aber als den besseren Kompromiss, denn straffen kann man die Brust mit 40 oder 50 Jahren ja schließlich immer noch! Manchmal lässt sich auch ein eleganter Kompromiss dahin gehend erzielen, dass man nur ein wenig Haut am Oberrand des Warzenvorhofs entfernt, damit die Brustwarze anhebt und das Implantate dann durch diesen Schnitt wie bei einer normalen Brustvergrößerung einbringt. Im Rahmen einer genauen Untersuchung und Beratung können wir Ihnen sagen, ob eine solche "straffende Brustvergrößerung" bei Ihnen möglich ist.

Nocheinmal, es mag sein, dass die Lehrmeinung ist, Brüste ab einer gewissen Form ohne Implantate zu straffen, das hilft aber den vielen Patientinnen nicht, die sich ihre Brust nicht mit Narben übersäen lassen wollen und eine "sexy" Brust haben wollen, zumindest noch für ein paar Jahre. Wie immer in der ästhetisch-plastischen Chirurgie führt ein individueller Behandlungsweg nach umfassender Aufklärung zum individuellen Erfolg, wenn die Fakten genau abgewogen werden. Wer keine langen Narben haben will, wird also akzeptieren (müssen), dass die Brüste mit Implantaten zwar schöner aussehen, aber auch schwerer sind und wegen des Gewichts über die Jahre schneller absinken als kleine, narbige und leichte Brüste. Bitte vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin, denn das Thema ist relativ komplex!

Die Informationen auf dieser Web-Seite sind nur als eine Einführung zum besseren Verständnis von kosmetischen plastischen Operationen gedacht und sollten nicht dazu verwendet werden um einzuschätzen, ob eine jeweilige Behandlung für Sie persönlich angezeigt ist. Ebenso wenig ist der Inhalt als eine Garantie für das Ergebnis einer Behandlung zu verstehen. Der beste Weg über Ihre persönlichen Möglichkeiten mit Hilfe der Plastischen Chirurgie zu erfahren ist es, eine persönliche Beratung mit Dr. Kremer zu vereinbaren, bei der spezifische Fragen im Hinblick auf Ihre individuelle Situation beantwortet werden können.