Morbus Dupuytren

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Unter dem Morbus Dupuytren  versteht man  eine gutartige, vernarbende Erkrankung  (Fibromatose) des Bindegewebes der Handinnenfläche (Palmaraponeurose) und der Langfinger. Der Morbus Dupuytren tritt im mittleren Lebensalter und überwiegend bei Männern auf.  Häufig sind auch die Fingergrund- und Mittelgelenke betroffen. Die rechte Hand erkrankt vermehrt.  Die Erkrankung  erstreckt sich über  Jahre  mit  progressivem Verhalten.

Wie merke ich, dass  ich an Morbus Dupuytren erkrankt bin?
Die Symptome bei einem Morbus Dupuytren sind strangförmige, teils knotige Verhärtungen in der Hohlhand. Vermehrt finden sich Hauteinziehungen über diesen Strukturen. Schmerzen treten auf wenn diese harten Knoten auf Hohlhandnerven drücken. Die strangförmigen Verhärtungen bewirken weiterhin, dass entsprechende Finger, die von dieser Erkrankung erfasst sind nicht mehr aktiv in Vollstreckung gebracht werden können. Die Finger verharren in einer Beugestellung (Beugekontraktur).  Eine krankengymnastische Übungsbehandlung, Massagen, Medikamente, Salbenverbände haben keinen medizinischen Nutzen.  Bevor die erkrankte Hand  gebrauchsunfähig wird, ist die operative Therapie angezeigt.
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Was wird durch die operative Therapie des Morbus Dupuytren erreicht?
Durch die operative Entfernung  der strangförmigen, knotigen Verhärtungen aus Hohlhand und an den Fingergelenken kann die normale Funktion der Hand wieder hergestellt werden. Die Vollstreckung sämtlicher Langfinger ist aktiv wieder möglich.

Was geschieht bei der persönlichen Beratung und Untersuchung?
Während der persönlichen Beratung haben Sie die Gelegenheit, über Ihre Beschwerden an der betreffenden Hand  mit Dr. Zettl zu sprechen. Er wird ihre persönliche Krankheitsgeschichte aufnehmen,   Sie nach Ihren Begleiterkrankungen fragen und sich nach  Ihren Medikamenten erkundigen.  Dr. Zettl wird eingehend Ihre Hände untersuchen. Dabei wird er sein Augenmerk auf die Beweglichkeit der Langfinger legen, die Kraft im Seitenvergleich und  die Reflexe prüfen sowie die Sensibilität Ihrer Finger testen. Er wird alle erhobenen Befunde ausführlich mit Ihnen besprechen und alle Ihre Fragen beantworten.  Dr. Zettl wird, sofern medizinisch begründet, eine Operationsempfehlung aussprechen. Er wird mit Ihnen den genauen Ablauf des Eingriffs, die Erfolgsaussichten sowie die Risiken durchsprechen.

Wie wird eine Dupuytren´sche Operation durchgeführt?
Das Prinzip einer Dupuytren´schen-Operation  besteht darin, die harten, derben Narbenstränge aus der Hohlhand und von den Langfingern operativ zu entfernen. Dafür wird im Bereich der Hohlhand bis zum Teil auf die Langfinger winkelförmige Hautschnitte angelegt. Sämtliche Gefäß-, Nervenstränge werden in der Hohlhand dargestellt und sicher geschont. Eine Wundsekret-Drainage wird in die Hohlhand eingelegt. Die Haut wird abschließend durch feine kosmetische Nähte wieder verschlossen. Die Hand wird verbunden und durch eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Dr. Zettl wird am Ende der operativen Behandlung den weiteren postoperativen Ablauf mit Ihnen besprechen und eine medikamentöse Verordnung ausstellen. Er wird Ihnen auch gleich den ersten Termin für die operative Nachsorge mit Verbandswechsel nennen.

Wie lange dauert die Operation und wie wird die Betäubung (Anästhesie) durchgeführt?
Eine Morbus Dupuytren Operation dauert  in der Regel 50 Minuten. Anschließend werden Sie noch ca. 30-60 Minuten im Aufwachraum betreut. Die Betäubung erfolgt durch unser versiertes Anästhesie-Team.  In der Regel wird nur der betroffene Arm betäubt. Weiterhin erhalten Sie Medikamente zur Entspannung bis hin zum tiefen Dämmerschlaf. Auf besonderen Wunsch können Sie auch eine Vollnarkose erhalten.

Kann die Operation ambulant durchgeführt werden?
Eine Morbus Dupuytren Operation  kann ambulant  durchgeführt werden.  Sie ist für Sie äußerst gering belastend bei hohem medizinischem Nutzen. Dr. Zettl und der Narkosearzt stehen Ihnen während und nach dem Eingriff für alle Fragen zur Verfügung.

Welche Risiken bestehen?
Als direkte, mögliche Operationsrisiken können genannt werden: Blutung, Infektion sowie Verletzung von Strukturen im Operationsbereich. Dr. Zettl wird Ihnen  anhand eines standardisierten  Operationsaufklärungsbogens alle Risiken nennen.

Was haben Sie nach der Operation zu erwarten, wie viel Schmerzen werden Sie haben?
Nach der Operation kann ein leichtes brennendes Wundgefühl auftreten.  Sie erhalten sowohl ein abschwellendes, als auch ein schmerzreduzierendes Medikament. Dr. Zettl wird Ihnen unmittelbar  vor der Entlassung aus dem ambulanten Operationszentrum  genaue Anweisungen für zuhause geben und Ihnen den ersten postoperativen Behandlungstermin nennen.

Wie lange dauert es, bis Sie sich von allem wieder erholt haben?
Der bewegungsabhängige Schmerz, wie Sie ihn vor der Operation kannten, wird binnen weniger Tage verschwunden sein. Die Wundheilung bis zum  Fadenzug  wird innerhalb von 10 Tagen erreicht.

Denken Sie bitte auch an Folgendes:
Ruhe ist wichtig für den Heilungsprozess. Deshalb wird Ihre Hand  für ca. sieben Tage über eine leichte Kunststoffschiene ruhiggestellt. Danach tragen Sie bis zum Fadenzug (nach ca. zehn Tagen)  noch einen elastischen Verband. Eine geringe Schwellung im Handgelenksbereich ist möglich. Die Operationsnarbe kann leicht schmerzhaft sein. Diese Überempfindlichkeit ist aber schnell rückläufig. Falls Dr. Zettl den Eindruck gewinnt, dass postoperative Krankengymnastik hilfreich für Sie sein wird, wird er Ihnen eine entsprechende Verordnung ausstellen.
 
Wie lange hält das Ergebnis an?
In den Bereichen der Hohlhand, die von dem erkrankten Gewebe befreit wurden ist ein Wiederauftreten der Erkrankung ausgeschlossen. Bereiche der Hand, die noch nicht erkrankt waren, können erkranken. Aus diesem Grund ist manchmal eine Nachoperation erforderlich.

Welche Unterlagen sollten Sie für ein Vorgespräch mitbringen?
Bitte informieren Sie Dr. Zettl über mögliche Allergien (Nahrungsmittel, Medikamente, andere Substanzen) und
teilen Sie ihm  mit, ob Sie zu schlechter Narbenbildung oder gar Keloidnarben (Narbenwucherung) neigen.  Bringen Sie, falls vorhanden  Geben Sie bitte alle Medikamente und Naturheilmittel an, die Sie z.Zt. einnehmen.

Was sollten Sie für den Zeitraum nach der ambulanten Operation beachten?
Veranlassen Sie bitte, dass Sie jemand nach der Operation nach Hause fährt.
Informieren Sie Dr. Zettl bitte unverzüglich, wenn Sie Fieber oder andere Anzeichen einer Infektion nach der Behandlung bemerken sollten. Sie erhalten hierfür die Handynummer von Dr. Zettl.

 

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Für einen persönlichen Beratungstermin wenden Sie sich bitte an uns unter

089 / 55 27 450

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